Warum auf 2, 4, 6, 8 nicht 10 folgt!

Wie sehr das Ergebnis identischer Daten von der involvierten Logik abhängt, soll folgendes Beispiel belegen. Nimmt man die Reihenfolge der ganzen Zahlen 2, 4, 6, 8 und stellt sich die Frage nach der nächsten ganzen Zahl, dann wird bei Anwendung der Logik n+2 das Ergebnis 10 sein. Bei Anwendung der weitaus schwierigeren involvierten Logik n4 -10n3 + 35n2– 48n + 24 ist das Ergebnis aber 34! Nun wird ein Mensch die Reihenfolge stets mit der Zahl 10 fortsetzen, weil er gewohnt ist, in aller Regel die erste und leichteste richtige Lösung zu wählen. Für die Verarbeitung von Daten in Systemen ist die Komplexität der Rechenregel indes kein Problem. Das Problem stellt sich allenfalls bei der Auswahl und Programmierung der Rechenregel.

Ist damit das Ergebnis digitaler Entscheidungen insbesondere von der Rechenregel abhängig und bestehen Auskunftsansprüche darüber nur zwingend bei einer „automatisierten Entscheidungsfindung“, so ist eine Prüfung der Automatisierung der Entscheidungsfindung notwendig. Eine solche Prüfung kann aber ohne ein technisches Grundverständnis nicht wirksam erfolgen.

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